Modestadt Düsseldorf lautet ein Song der deutschen Band Die Toten Hosen und auch in diesem findet die Hauptstadt Berlin schon Erwähnung. Berlin, eine Modemetropole? Man könnte sie durchaus als solche bezeichnen. Auch ohne vorherige Recherche zum Thema, ohne ausgeprägtes Modebewusstsein, ja selbst, wenn das eigene Interesse mit Blick auf Modetrends gen Null tendiert, wird man nicht bestreiten wollen, dass Berlin in puncto Mode eigene Akzente setzt. Ob neue Trends à la Römersandale meets Eighties-Neon-Stiefel oder die Wiederbelebung längst in Vergessenheit geratener Schuhmarken, die ihren Höhepunkt in der ehemaligen DDR der 60iger Jahre feierten, die Straßen der Hauptstadt dürfte Trendscouts und Modeliebhabern so einige Leckerbissen offenbaren. Wer nun glaubt, dass sich dies erst in den letzten zwei Jahrzehnten nach dem Fall der Mauer so entwickelt hat, liegt nicht ganz richtig. Der Blick ins Berlin der 20iger Jahre belegt, dass man von Berlin als Modehauptstadt schon damals sprach. Stichwort: Berliner Konfektion und die goldenen Zeiten. Mehr als 800 Konfektionäre waren damals in der Hauptstadt ansässig, entwickelten neue Trends und versuchten die Stadt im Sinne ihrer eigenen Kollektionen ein “Mode-Gesicht” zu geben. Zugegeben, zu Zeiten der BRD wurde es etwas ruhiger um Berlin. Dafür legte die Stadt nach der Wende einen grandiosen Start Richtung Modemetropole hin. Vielfältigkeit und viele unbekannte Designer verhalfen der Stadt zu internationaler Beachtung im Mode-Business. Mittlerweile gehen Schätzungen von bis zu 800 Modelabels aus. Stadtführungen sprießen aus dem Boden, die Modeinteressierte durch die Hauptstadt führen und auch die UNESCO zeigte sich von der Berliner Mode angetan und kürte diese 2006 kurzerhand mit dem Titel “Stadt des Designs”. Man darf gespannt sein, was die Zukunft diesbezüglich bringen wird und hoffen, dass Berlin seinen Charme und Hauch von Independence nebst seinen kreativen Köpfen in der Mode-Szene behält.
Sonntag, Mai 09th, 2010 | Author: CaptainCut
Category: In den Weiten der Welt
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