Mittwoch, Oktober 22nd, 2008 | Author: CaptainCut

Foto: pixelio.de / apgsEs gibt Lieder, zu denen fehlen einem wirklich die Worte, bei denen überfällt einen ein warmer Schauer, die findet man auch nach dem tausendsten Mal Anhören noch super – große Worte, doch der Song hat es einfach verdient. Gemeint ist Pink Floyds Meisterwerk Time. Nummero Vier auf dem Musik-Meilenstein A Dark Side of the Moon. Nach exakt zwei Minuten und zweiundzwanzig Sekunden seichten Klängen, die von mechanischen Uhrengeräuschen und Weckern begleitet werden, beginnt der eigentliche Song mit einem granatenmäßigen Anfang:

Ticking away the moments that make up a dull day
You fritter and waste the hours in an off hand way
Kicking around on a piece of ground in your home town
Waiting for someone or something to show you the way

Diese Stelle wird allerdings fast noch getoppt - mit der aus meiner Sicht geilsten Stelle rund um die vierte Minute. Nach einem grandiosen Gitarrensoli heißt es:

And you run and you run to catch up with the sun, but its sinking
And racing around to come up behind you again
The sun is the same in the relative way, but youre older
Shorter of breath and one day closer to death

Der Song kann einem Gefallen oder nicht, klar – in jedem Fall aber lässt sich nicht abstreiten, dass hier jemand, oder besser gesagt vier Leute, ein musikalisches Meisterwerk geschaffen haben. Meisterwerk insofern, als dass Time sowohl was den Text als auch die Kompositionsfähigkeit angeht mehr als nur gut sind. Von der Stimme und Punkten, wie Instrumentenbeherrschung ganz zu Schweigen. Zu recht war der Song in etlichen Ländern in den Charts unter den ersten Liedern (eine Aussage, die man leider bei den wenigsten Songs machen kann).
Die Palette an Musikern die den Song in Form eines Covers würdigten ist lang. Sicher hörenswert ist das Dream Theater Cover. Verwurstet, einbaut, gesampled wurde der Titel in Songs von Beasty Boys (Looking Down the Barrel of a Gun. Hört man allerdings nicht, auf jeden Fall nicht, wenn man es vorher nicht weiß ;-)) und Prodigy Claustrophobic Sting und Wake Up Call. Warum der Song jedoch als Intro für das Videospiel Destruction Derby 2 herhalten musste, ist mir nicht so ganz klar. Dass der Song nicht gerade leicht zu singen ist, hört man übrigens bei The Killers Cover.
Vor lauter Cover-Geschichten bin ich jetzt n bisschen vom eigentlichen Song abgekommen, was ich sagen wollte, ist aber glaube ich klar geworden: Pink Floyds Time gefällt mir und gehört unter die ersten Zehn Plätze meiner Musik-Charts.

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Category: Musik
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